Ein Besuch am Grab des "Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm II." (1620-1688) im Schloss Sanssouci, seiner Sommerresidenz bei Potsdam, gleicht einem Rundgang durch das Deutsche Kartoffelmuseum Fußgönheim.

Ab 1663 ließ der Preussenkönig zunächst das aus Peru stammende Grundnahrungsmitte im Berliner Lustgarten kultivieren. Damals, so nachlesbar im neuen Buch "König & Kartoffeln", sprach man von "Tartuffeln", auf den frühen Anbau in Italien verweisend, da man annahm es wären die hochbegehrten Trüffel-Pilze.

Zunächst lag der "Alte Fritz",  der mit List und Tücke mit einem Kartoffelanbaubefehl die Kartoffeln in Preussen einführte, im Sarg neben seinem ungeliebten Vater, dem Soldatenkönig in der Garnisonskirche in Potsdam. Nach 205 Jahren, im August 1991, nach dem Mauerfall, wurde der Wunsch des Königs erfüllt und er fand in der Gruft im Schloss Sanssouci seine letzte Ruhe.

Die Grabplatte ist schlicht beschriftet mit "Friedrich der Große". Unzählige Menschen pilgern an sein Grab und legen  an den Geburts- und Todestagen Variationen von Präsenten für den "Kartoffelkönig" ab.

 

 

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