Kartoffel-Plastik auf Verkehrskreisel vom Frost beschädigt - Zukunft ungewiss.
Die vermutlich größte Kartoffel der Welt ist seit kurzem in eine grüne Plane gehüllt. An der heiß diskutierten Plastik auf dem Verkehrskreisel an der L524 zwischen Maxdorf und Fußgönheim ist durch den winterlichen Frost die Farbe abgeblättert. Wie der Kreisel künftig aussehen soll, ist derzeit völlig offen.

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Hier ein Beispiel für ein "Kartoffeldenkmal" aus Biziker/Biesiekirz in Polen. Denkbar wäre auch eine Kartoffel, die auf einer überdimensionalen Gabel steckt. Es dürfen noch Vorschläge gemacht werden.

"Wir lassen die Kartoffel abgedeckt, bis der Frost vorbei ist. Der Überzug hat Wind und Wetter leider nicht getrotzt", so Walfried David, Vorsitzender des Deutschen Kartoffelmuseums in Fußgönheim, auf Anfrage der RHEINPFALZ. Die Planungen für ein attraktiveres Aussehen des "Kartoffelkreisels", wie ihn der Volksmund nennt, haben bereits begonnen. Laut David liegen zwei Vorschläge auf dem Tisch, wie der Kreisel umgestaltet werden könnte - einer aus Maxdorf und einer aus Fußgönheim. Geht es nach dem "Grumbeer-Chef", soll die Kartoffel, für die er zäh und mit Ausdauer gerungen hat, weiterhin den Mittelpunkt des Kreisels zieren. In einer "Grumbeer- und Gemüsestraße" von Worms bis zur französischen Grenze dürfe sie an dieser Stelle nicht fehlen, so David. "Der Kreisel insgesamt sieht aber etwas öde aus", ergänzt er.
Über die Zukunft des Objekts entscheiden die Ortsgemeinden Maxdorf und Fußgönheim. "Für mich ist in erster Linie wichtig, dass der Kreisel optisch etwas hermacht und pflegeleicht ist. Frankreich hat da doch wunderbare Vorbilder", sagt Marie-Luise Klein /(SPD), Ortsbürgermeisterin von Fußgönheim. Repräsentativ für die Region, Gemüse in den Mittelpunkt zu stellen, sei für sie grundsätzlich "schon o. K.", ob der Kreisel genau so aussehen müsse, hält Klein allerdings für "diskussionswürdig".

Eine Idee, wie das Objekt aus Fußgönheimer Sicht aussehen könnte, gebe es bereits, mit dem Gang an die Öffentlichkeit wolle man noch warten. "Sobald die Winterferien vorbei sind, werden wir überlegen, wie wir weiter verfahren. Den Landesbetrieb für Straßen und Verkehr müssen wir ja ebenfalls miteinbeziehen", erklärt die Bürgermeisterin, die einen Runden Tisch zu dem Thema ankündigte.

In Maxdorf hat sich laut Ortsbürgermeister Theo Hauck (SPD) bereits der Kulturkreis mit der Neugestaltung des Kreisels beschäftigt. "Angedacht ist, landwirtschaftliche Geräte in irgendeiner Form zu integrieren", verrät er. Zunächst müsste aber sowohl in Maxdorf als auch in Fußgönheim das Projekt in den Ausschüssen und Räten diskutiert werden. "Dann wird man schon eine einvernehmliche Lösung finden", so Hauck. Auch für ihn ist denkbar - falls beide Räte das wünschten - , dass die jetzige Kartoffel vom Kreisel verschwindet.

Bis zu Frühjahr soll erstmal gar nichts passieren, die Kartoffel abgedeckt bleiben. Dann bekomme die Knolle ein neue Haut verpasst, bis ein anderer Beschluss erfolge, so der Ortschef.

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